Was ist Senf und woher kommt er?

Senf ist schon seit Jahrhunderten ein Begleiter der Menschen. Er diente als Gewürz und als Heilmittel. Bereits die Chinesen kultivierten den Senf vor 3000 Jahren.
Es wird gesagt, dass der Senf von den Ägyptern stammt und die Römer ihn nach Europa brachten. Es war im Jahr 795, als Karl der Große den Senfanbau in Deutschland offiziell anordnete. Ludwig der I. von Frankreich verließ angeblich sein Haus nie ohne Senftopf. Sonnenkönig Ludwig XIV. von Frankreich war vom Senf so begeistert, dass er ihm ein eigenes Wappen gab.
Reichskanzler Otto von Bismarck gestand sogar, dass er nichts lieber äße als Frankfurter Würstchen mit Senf. Was den Fürsten und gekrönten Häuptern mundete, schmeckte auch den Bürgern. Und so wurde 1726 in Düsseldorf die erste deutsche Senffabrik gegründet.

 Neben der Verwendung in der Küche besitzt Senf auch noch eine heilende Wirkung, auf die, wie bereits erwähnt, vor allem in früheren Jahren vertraut wurde. Senf fördert den Speichelfluss, die Verdauung und die Darmbewegung. Senfkörner, so heißt es, stärken des Weiteren den Gesamtorganismus und reinigen das Blut.

Wie auch schon bei der Herstellung eine gewisse Sorgfaltspflicht zu beachten ist, sollte bei der Aufbewahrung und der Haltbarkeit genauso Sorge getragen werden. Senf ist ein reines Naturprodukt mit sehr langer Haltbarkeit. Um dies zu gewährleisten, sollte Kontakt mit Licht, Luft und Wärme vermieden werden, da er sonst an Farbe und Geschmack verliert und die Gefahr des Austrocknens besteht. Original verschlossene Verpackungen bieten Schutz, doch nach der Öffnung sollte Senf im Kühlschrank aufbewahrt werden. So ist die Qualität von langer Dauer.